Revolution per Internet?

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Der globale Widerstand gegen die weltweite Macht der Konzerne formiert sich

Artikelnummer: rz-109-09 Kategorien: ,

Das Spektakel der amerikanischen Präsidentenwahl ist vorĂĽber. Mit wachsender Irritation sahen insbesondere die Europäer zu, wie sich die beiden Präsidentschaftskandidaten gegenseitig beschädigten, bevor einer von ihnen das Amt antreten konnte. War schon die Wahlschlacht eine Mischung aus Politfasching und Gottschalks „Wetten dass …“, gerät die endlose Stimmenauszählung, mal von Gerichten befĂĽrwortet, mal gestoppt, endgĂĽltig zur Farce. Die RĂĽcksichtslosigkeit, mit der beide Kandidaten das Amt des amerikanischen Präsidenten in aller Ă–ffentlichkeit beschädigten, löste in politischen Kreisen Europas groĂźes Unverständnis aus. Hier wurde weltweit vorgefĂĽhrt, worum es bei diesen Präsidentenwahlen eigentlich geht: um die eiskalte Erhaltung einer Macht. Amerika, das bisher wegen seiner demokratischen Struktur bewundert wurde, zeigte plötzlich ein anderes Gesicht: Zwei Politblöcke rangen gnadenlos um die Macht. Doch es gibt in Amerika inzwischen auch eine wachsende Opposition, die diese Entwicklung durchaus kritisch sieht. In einer bemerkenswerten Sendung des Bayerischen Rundfunks lieĂź der Autor Geseko von LĂĽpke nicht nur diese Opposition zu Wort kommen, sondern auch den weltweiten Widerstand, der sich via Internet gegen die Macht der Weltkonzerne formiert. Eine der fĂĽhrenden Köpfe der inneramerikanischen Opposition ist die Professorin an der Universität Californien, Joanna Macy, die behauptet, die amerikanische Demokratie liege inzwischen im Koma.