Die ‚Marburger Erklärung‘ oder der Schuss nach hinten

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Warum die Homöopathie zur Irrlehre erklärt wurde

Artikelnummer: rz-67-06 Kategorien: ,

Im FrĂĽhjahr vorigen Jahres rauschte es im Blätterwald der Fachpresse: Die Marburger Universität, bisher schon durch besonders brutale Tierquälermethoden an Affen unangenehm aufgefallen, hatte die Homöopathie zur Irrlehre erklärt. Einfach so. Plitsch, platsch. Im Stile einer päpstlichen Bannbulle oder eines absolutistischen Herrschers verkĂĽndeten die Professoren: „Der Fachbereich Humanmedizin der Philipps-Universität Marburg verwirft die Homöopathie als eine Irrlehre“. Solche arroganten SprĂĽche kannte man bisher nur aus Rom, wo unter Berufung auf die Unfehlbarkeit des Papstes beispielsweise Luthers oder schon mal Galileis Lehren zu Irrlehren erklärt wurden. Wenn im ähnlichen Stil im Jahre 1993 auĂźer Kontrolle geratene Professoren eine seit 200 Jahren bewährte Heilmethode feierlich zur „Irrlehre“ erklären, dann wirkt das einfach lächerlich. Inzwischen wäre mancher Professor besagter Uni froh, wenn er mit dem peinlichen Vorfall nicht mehr in Verbindung gebracht wĂĽrde. Doch dafĂĽr ist es jetzt zu spät. raum&zeit hat die HintergrĂĽnde recherchiert, wie es zur „Marburger Erklärung“ kam.