Der Autor ist in raum&zeit schon mehrfach zu Wort gekommen, weil er in unnachahmlicher Weise die Defizite der orthodoxen Medizin aufzeigt („Die Cholesterin-Angst und andere Torheiten der orthodoxen Medizin“, r&z Nr. 77, „Schwangerschaft und Ultraschall: Vorsorge, die keine ist“, r&z Nr. 83). Den nachfolgenden Vortrag hielt er am 29. Juni 1996 auf der Jahresversammlung der Schweizerischen Gesellschaft fĂĽr Gynäkologie und Geburtshilfe, weshalb er gelegentlich auch Schweizer Verhältnisse anspricht. Trotzdem ist der Vortrag beispielhaft fĂĽr eine längst ĂĽberfällige Diskussion der Ă„rzte untereinander, der Ă„rzte mit der GesundheitsbĂĽrokratie, der Ă„rzte mit den Patienten/innen, der Politiker mit den Ă„rzten, der Patienten mit den Politikern usw. Die bisherige Sichtweise jedenfalls, bei der der menschliche Organismus von der Medizin-Industrie wie ein Markt betrachtet wird, in dem es gilt, so viel und so profitabel wie möglich zu verdienen, ohne RĂĽcksicht darauf, ob das dem Patienten, der Patientin nĂĽtzt oder nicht, diese Sichtweise dĂĽrfte ĂĽberholt sein, denn sie ist nicht mehr zu finanzieren. Am Beispiel Brustkrebs-Screening zeigt Dr. Schmidt die Sinnlosigkeit einer „neuen Theologie der Absicherungsmedizin“.
Brustkrebs-Screening: Ein GlĂĽcksspiel mit mehr Verliererinnen
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